Ruchel in der Presse / Vor Ort

Bäckermeister Peer Ruchel übergibt Herodion Tchana den Brötchenkorb für die morgendliche Auslieferung.

Afrikanischer Brötchen-Service

Bäckerei Ruchel in Buten un Binnen-Beitrag vom 28.04.2014


Herodion Tchana ist unterwegs, wenn die meisten noch schlafen. Nacht für Nacht kurvt er mit seinem kleinen Auto durch den Bremer Osten und hängt weiße Plastiktüten in die Vorgärten seiner Kunden – sein afrikanischer Brötchen-Service ist eine echte Marktlücke. Rund 250 Bremer nehmen seine Dienste immer Mal wieder in Anspruch. Ein Job mit viel Zeitdruck.

 

Den Fernsehbeitrag finden Sie im Web unter folgender Adresse:

 

http://www.radiobremen.de/fernsehen/buten_un_binnen/wochenserie-fruehaufsteher100.html

Viel Dinkel statt Weizen

Während die Läufer noch von ihrem bevorstehenden Marathon träumen, hat Bäcker Peer Ruchel seinen schon hinter sich. Aus rund 550 Kilo Teig entsteht in der Nacht vor dem swb-Marathon die Zielverpflegung: 7000 "Ruchels 42er".

„In den letzten Jahren gab es immer Laugengebäck“, erinnert sich Ruchel. Das entsprach den damaligen Erkenntnissen der Ernährungswissenschaft. Doch die entwickelt sich stetig weiter. Jüngst wurde herausgefunden, dass die im Weizen enthaltene Lektine dem Läufer schaden: Sie machen ihn anfälliger für Entzündungen, stören den Muskelaufbau und greifen die Gelenke an. Also, so die Überlegung des Bremer Bäckers, warum nicht ein Brötchen nach dem neuesten Stand der Wissenschaft entwickeln?

Zusammen mit dem Ernährungsspezialisten Dr. Wolfgang Feil entstand das Rezept für „Ruchels 42er“: Mineralstoffe, Körner und vor allem viel Dinkel statt Weizen – drin ist alles, was der Körper nach dem Lauf benötigt. „Das erste Testbrötchen musste nur noch etwas nachgesalzen werden“, erinnert sich Ruchel. Inzwischen haben mehrere Hundert Teilnehmer der AOK-Vorbereitungsläufe Geschmack und Qualität bestätigt. Das Kind brauchte nur noch einen Namen. „42 Kilometer lang ist der Marathon – also haben wir das Marathonbrötchen ‚Ruchels 42er‘ getauft.“ Die Bezeichnung hat er bereits patentieren lassen.

Einen Zwölftonner hat er sich ausgeliehen, um die Zielverpflegung – neben den Brötchen auch 7000 Muffins – am Morgen von der Backstube zum Marktplatz zu bringen. In dem Lkw: reine Handarbeit. „Wir mischen den Teig selbst. Das ist heute nicht mehr selbstverständlich“, sagt der Bäckermeister. „Unsere Brötchen sind nicht groß und hohl, sondern klein und gut!“

Die zehn Mitarbeiter werden in der Nacht vor dem Marathon in Ruchels Backstube gut beschäftigt sein: Eine Maschine teilt Teigportionen für 30 Brötchen ab. Jede wird per Hand auf das Blech gelegt und mit Körnern bestreut. Fünf Stunden dauert es dann noch, bis alle 7000 Brötchen gebacken sind: 900 Stück fasst der große Ofen, 22 Minuten müssen diese backen. Die Abfolge ist einprogrammiert: „Hitze, Dampf – das passiert alles automatisch. Und am Schluss macht es ‚bing-bing‘ und ich kann die Bleche rausholen“, erläutert Ruchel mit einem Augenzwinkern.

Doch bei den Brötchen wird es nicht bleiben: „Nach dem Marathon kann man neben den 42er-Brötchen auch ein 42er- Brot bei uns kaufen“, berichtet Ruchel. Die Inhaltsstoffe blieben die gleichen, nur etwas fester. „Aber mindestens genauso lecker!“ Da ist er ganz sicher.



Weser Kurier vom 01.10.2013 

Brotkauf hilft trauernden Kindern

Bäckermeister Peer Ruchel backt für Trauerland

Bremen. Bäckermeister Peer Ruchel aus Horn-Lehe bietet wie im vergangenen Jahr in seinen drei Filialen bis Ende des Jahres ein Aktionsbrot zugunsten von Trauerland – Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e. V. an. Von jedem verkauften Laib gehen 20 Cent als Spende an den Verein.

„Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Tod und Trauer zum Leben gehören“, sagt Peer Ruchel. Deshalb setze er sich für Trauerland ein. „Dort lernen die Kinder, mit ihrer Trauer umzugehen und den Tod von Vater oder Mutter als Teil ihrer Biografie zu sehen. Dies halte ich für sehr wichtig und sinnvoll.“

Peer Ruchel möchte seine Hilfe gerne auf eine breitere Basis stellen. Daher sucht er andere Firmen, die sich an der Aktion beteiligen und beispielsweise Brote kaufen oder Trauerland Geld spenden. „Wir können viel erreichen, wenn jeder einen Beitrag leistet – sei er noch so klein“, findet er. Nur so könne die unverzichtbare Trauerland-Arbeit auf Dauer gesichert werden, ist Peer Ruchel überzeugt.

Einige Mitstreiter hat der Bäckermeister mit Johann Holtz Aufzüge GmbH, Lauprecht und Partner, Hufschmied August Hamel, Architekt Gerd von Hülst, Friseurmeisterin Helma Scheverling, Kieferchirurgie Fajen & Hildebrandt und Druckerei Plenge bereits gefunden. Damit eine hohe Transparenz über die Verwendung des Geldes gewährleistet ist, hat er ein Aktionskonto eingerichtet. Die Bankverbindung lautet: Deutsche Bank, Bankleitzahl 290 700 24, Kontonummer 345 777 767. (rb)

Text: Trauerland vom 10.11.2011 

Text: SPD Ortsverein Horn-Lehe

 vom 05.12.2010

In der Reihe „SPD vor Ort“ haben Mitglieder der SPD Beiratsfraktion die Bäckerei Ruchel in Horn-Lehe besucht. Im Vordergrund des Besuches standen Gespräche zum sozialen Engagement von Peer Ruchel.

Peer Ruchel kam mit 11 Jahren nach Horn-Lehe. Er hat bereits selbst an diesem Standort seine Ausbildung zum Bäcker und Konditormeister abgeschlossen und später die Bäckerei übernommen. Heute hat Ruchel, neben 25 Angestellten, immer 6 Auszubildende in seinem Betrieb. Auszubildende werden hier von Anfang bis Ende ihrer Ausbildung an die Hand genommen und geführt. Ruchel stellte in den letzten Jahren bereits 5 Landessieger unter den Ausbildungsabsolventen. „Tradition ist in meinem Betrieb ganz wichtig“, so Ruchel, „deshalb wird hier alles selbst hergestellt.“

In Horn ist Ruchel deshalb auch die einzige, produzierende Backstube und gehört damit zu den letzten 50 in Bremen. Es wird mehr als 100 t Mehl im Jahr verarbeitet. 
Neben dem Engagement, in jedem Jahr 2 jungen Menschen die Möglichkeit einer soliden Ausbildung zu geben, unterstützt Ruchel aktiv die Aktion „Trauerland“- Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche, Bremen.
Alle SPD Mitglieder zeigten sich tief beeindruckt von Ruchels aktiver Arbeit zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen und freut sich, einen solchen Vorzeigebetrieb hier im Stadtteil zu haben.

Ausgabe 10/2010 - März 2010


Thema:

Management

Bäcker mit Herz - Der Bremer Bäckermeister Peer Ruchel engagiert sich stark in der Ausbildung gerade auch benachteiligter Jugendlicher – 2009 war er einer der Preisträger des Deichmann-Förderpreises gegen Jugendarbeitslosigkeit. (Ein Artikel von Heike Arends)
RTL-Regional-Beitrag vom 20.10.2009

RTL-Regional-Beitrag vom 20.10.2009

 

Text RTL-Regional:



 

Mehr als 56.000 Jugendliche haben sich in Niedersachsen in diesem Jahr um einen Ausbildungsplatz beworben. Knapp 900 von ihnen sind dabei bislang leer ausgegangen. 

Es mangelt jedoch nicht an freien Stellen. Oft sind schlechte Schulnoten und fehlende Motivation die Ursache dafür, dass junge Leute keinen Job bekommen. So begründen das zumindest viele Arbeitgeber. Bäckermeister Peer Ruchel aus Bremen findet, dass alle eine Chance verdient haben. Er war früher selbst kein Überflieger, leidet an einem Sprachfehler und kümmert sich gerade deshalb jetzt mit großem Engagement um Jugendliche, die ohne ihn kaum eine berufliche Perspektive hätten. 


Wir haben den Bäckermeister getroffen.

 

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http://www.rtlregional.de/player.php?id=8339


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